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Es gibt unzählige Situationen für Nägelbeißer, die sehr unangenehm werden können. Die einen sind für sie peinlich; häufig sind sie gezwungen im Umgang mit anderen Menschen die Nägel zu zeigen. Die anderen Situationen sind eher praktischer Natur und erschweren alltägliche Arbeiten.
Besonders Angehörige und Freunde sind in diesen Fällen gefragt, Geduld zu zeigen und die Betroffenen zu unterstützen. Diese Auflistung der Horror-Situationen kann helfen, sich in Nägelbeißer hineinzuversetzen und ein Gespür für die entstehenden Probleme zu entwickeln. In einigen Situationen sollten Angehörige die Betroffenen nicht bloßstellen, sondern besser unterstützen.
Situationen, in denen die Hände gezeigt werden und die Nägel besonders auffallen:
- Vorstellungsgespräche
- Begrüßung mit Händeschütteln
- Neue Leute kennenlernen
- Situationen, in denen die Hände betrachtet werden können (in der Bahn, in der Krankengymnastik,
- beim Bankschalter, beim Brettspiel, am Tisch beim Essen,..)
- Überreichen von Gegenständen
- Auftafeln von Speisen vor anderen
- Unterschreiben von Dokumenten
- Zeigen mit dem Finger, z. b. eine Textstelle, etc
- An der Kasse
Probleme im täglichen Umgang mit Gegenständen:
- Schlüsselringe (Schlüssel abnehmen oder „auffädeln“)
- Knoten öffnen
- Verpackungen aufreißen
- Trennen von dünnen Materialien
- Abnehmen von Ohrringen
- Umgang mit filigranen Gegenständen
- Geld mit den Fingern aufnehmen
- Öffnen feiner Verschlüsse von Uhren, Ketten,..
Bei Betroffenen, die exzessiv Nägel kauen, können zeitweise starke Schmerzen auftreten. Diese sorgen dafür, dass alle Tätigkeiten nur stark eingeschränkt ausgeführt werden können. Jede Berührung mit einem Gegenstand schmerzt. Tippen, schreiben, Tasten drücken und vieles andere kann nur unter Schmerzen bewerkstelligt werden. Falls es auffällt, dass der Betroffene übervorsichtig mit den Händen umgeht und jede Berührung vermeidet, muss in jedem Fall darüber gesprochen werden (im Zweier-Gespräch, nicht öffentlich).
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